Von ökologisch denkenden Tittmoninger Bürgern

Betriebsbesichtigung bei Holzbau Lechner – Technologie und Tradition

Feb 12, 14 • UmweltKein Kommentar

Die Stadträte der Ökologischen Bürgerliste, die Bürgermeisterkandidatin Sabine Papdopoulos und einige interessierte Bürger besuchten den Tittmoninger Traditionsbetrieb Holzbau Lechner. Sie wollten wissen wie im Holzbau modernste Technologien mit traditionellen handwerklichen Fähigkeiten verbunden werden.
Als die computergesteuerte Abbundmaschine einen komplizierten Balken für ein Bundwerk eines Bauernhofes automatisch heraussägte und fräste, staunten die Zuschauer nicht schlecht. Josef Lechner erklärte, dass er viele Anfragen für die Anfertigung künstlerisch gestalteter Bundwerke erhält, auch aus anderen Bundesländern. Aber er ist der Meinung, dass diese markante Giebelkonstruktion besser auf Bauernhöfen im Rupertiwinkel aufgehoben ist als an einem modernen Wohnhaus in Frankfurt. Davon muss er eben die Interessenten überzeugen.

Holzbau Lechner

Josef Lechner (2. v. links) erläutert die Technik bei der automatischen Herstellung eines kunstvoll gestalteten Balkens.

Ein wichtiger Punkt, der dem bayrischen Handwerksmeister am Herzen liegt, ist der konstruktive Holzschutz. Er lehnt die Verwendung von Chemikalien ab. “ Unbehandeltes Holz ist für die Hausbewohner am gesündesten. Wenn nasses Holz immer wieder trocknen kann, schimmelt es auch nicht. Das ist eine Frage der richtigen Konstruktion bei einem Holzhaus. Die Holzschutzmittel aus den 1970er Jahren dünsten heute noch Besorgnis erregende Dämpfe aus. Außerdem: wenn Holz altert bekommt es mehr Charakter, als wenn es immer wieder mit Chemikalien gestrichen wird.“ Auch beim Schädlingsbefall von Holz verwies er auf die richtige Bearbeitung des vielfältigen Baustoffes: „Die Insekten, die sich im Holz einnisten wollen, finden nur unter der Rinde die richtige Umgebung zur Eiablage. In gut getrocknetem, glatt gehobeltem Holz gibt es diese Möglichkeit nicht. Früher wurden nur grobe Hölzer für Dachbalken verwendet. Das war das Problem.“

Tags: ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Ihren weiteren Besuch stimmen Sie dem zu.