Von ökologisch denkenden Tittmoninger Bürgern

Ortsbesichtigung an der TS16 – neue Trasse keine Lösung

Nicht die fehlenden Straßen sind das Problem, sondern der unnötige LKW-Verkehr aus falscher EU-Subventionspolitik.  Schluss mit der Salami-Taktik für den Neubau einer trans-europäischen Transitstrecke durch unser Gemeindegebiet. Die Bevölkerung hat ein Recht auf die Wahrheit.

Ortsbesichtigung TS16 Trassenverlegung

Den Bürgern muss über die Planung der trans-europäischen Verkehrsverbindung die Wahrheit gesagt werden.

Die  TS16 bei Ramstorf soll verlegt werden. Zwei Ökolisten-Stadträte und einige Mitglieder ließen sich von einem betroffenen Anlieger den geplanten Verlauf der neuen Trasse zeigen. Die Umfahrung zerschneidet eine Bachaue, bei der es sich um ein kartiertes Biotop handelt, was zu heftigen Konflikten mit dem Artenschutzgesetz führen wird.

Aus Sicht der Ökolisten-Stadträte und des Vorstands stellt der ständige Straßenneubau nur eine Symptombekämpfung, aber kein Anpacken der wirklichen Ursachen dar. Das Problem ist der unnötige LKW-Verkehr, weil für das Erbetteln von EU-Subvention die Waren durch den Kontinent kutschiert werden. Solange einfache Produkte durch einen kleinen Verarbeitungsschritt in unserem Land betrügerischerweise als „regional“ verkauft werden dürfen, wird der Verkehr sogar noch durch den Ausbau der Verkehrswege zunehmen.

Die Ökolisten-Stadträte werden sich weiterhin gegen unnötigen Flächenverbrauch einsetzen und eine bestandsorientierte Planung fordern. Bei allem Verständnis für die Anwohner geht es hier nämlich gar nicht um sie selbst, sondern um den Neubau einer transeuropäischen  Verkehrsachse durch unser Gemeindegebiet. Es muss endlich der Bevölkerung reiner Wein eingeschenkt werden. Für die betroffenen Anwohner würde das Problem nämlich nur um ein paar Meter verlagert. Einer der betroffenen Anwohner sieht das realistisch: „Wenn nur einige LKWs so wie jetzt vor meiner Haustüre fahren, ist das weniger schlimm als wenn noch mehr LKWs durch meinen Hinterhof müssen. Die geplante Salzach-Brücke  ist ein weiteres Indiz für den Ausbau.“

In der Begründung zu den Beschlüssen des Regionalen Planungsverbandes Donauwald (Region 12) wird ersichtlich, dass sogar ein zweibahniger (= vierspuriger!) Ausbau der B20 von Furth im Wald bis Freilassing gefordert wurde.

Auch ein zweibahniger Ausbau der B 20 von Freilassing bis Furth i. Wald (Europamagistrale) dient der Bewältigung des aufgrund der politischen Veränderungen weiter steigenden Verkehrsaufkommens und der wirksamen verkehrlichen Anbindung der Region an die wirtschaftlichen Zentren im östlichen und südlichen Europa.

Den gesamten Text findet man unter Punkt „zu 3.1 Bundesfernstraßen“ in diesem Link: http://www.region-donau-wald.de/rpv12/front_content.php?idcatart=44

Doch Vorsicht! Wer diese Fakten mit dem Zusatz „autobahnähnlicher Ausbau“ zur Diskussion bringt, wird als „unehrlich und aufwieglerisch“ bezeichnet. So ist es ungerechterweise unserem Stadtrat Hans Glück in einer öffentlichen Stadtratssitzung jüngst ergangen.

Zur Erläuterung: „Zweibahnig“ bedeutet im Gegensatz zu „zweispurig“, dass zwei Fahrbahnen mit je zwei Fahrstreifen gebaut werden, die möglichst durch einen Mittelstreifen oder Leitplanke getrennt sein müssen, um der Blendgefahr entgegen zu wirken.

Die Ökologische Bürgerliste wird nicht aufhören, die Daten über den geplanten Ausbau zu sammeln und zu veröffentlichen.

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