Von ökologisch denkenden Tittmoninger Bürgern

– Energie

… zum Thema: Energie
Die Energiewende gelingt nur mit Energieeinsparung und verbesserter Energieeffizienz. Die Gemeinde sollte weiterhin bei öffentlichen Gebäuden mit gutem Beispiel vorangehen und zudem Anreize für Privathaushalte und Gewerbe schaffen; bei letzteren z. B. durch die Anregung zum Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und zur Einführung von Energiemanagementsystemen.
Kommunales Energiemanagement und Gebäudesanierung schaffen Arbeitsplätze vor Ort, entlasten die Umwelt und sparen langfristig Kosten
Von der Entwicklung kommunaler Energiekonzepte mit Bürgerbeteiligung profitieren einheimische Unternehmen und Privathaushalte!
Die Gemeinde sollte insbesondere Sonnenenergie und Windkraft fördern, da sie die wirtschaftlichsten und ökologisch sinnvollsten erneuerbaren Energieformen darstellen, die zudem am ehesten von Bürgergenossenschaften finanziert und betrieben werden können.
Wir fordern deshalb:

  • die Entwicklung einer möglichst eigenständigen kommunalen Energieversorgung, z. B. mit dem Bau von Windrädern an den vom Stadtrat beschlossenen Standorten. Langfristig sollte die Gemeinde die Gründung eigener Stadtwerke anstreben.
  • die verstärkte Sonnennutzung mit dem Aspekt des Eigenverbrauchs auf kommunalen Gebäuden und auf infrage kommenden städtischen Flächen (z. B. bei der Kläranlage);
  • dass bei der nächsten Ausschreibung für die Stromversorgung der Stadt ausschließlich Angebote für 100% Ökostrom eingeholt werden;
  • die Einrichtung von Stromtankstellen für Pkw und Elektrofahrräder in allen Ortsteilen, für E-Bikes vor allem am Stadtplatz;
  • eine deutliche Verbesserung der noch unzureichenden Nutzung der anfallenden Abwärme von Biogasanlagen;
  • die Anwendung innovativer Techniken zur Speicherung von Solarstrom in öffentlichen Gebäuden.


Den Bau von Wasserkraftwerken an der Unteren Salzach lehnen wir jedoch ab, weil sie entgegen der politischen Versprechen weder ökologisch noch wirtschaftlich sind. Weitere Gründe, die dagegen sprechen, sind:

  • Die Stromerzeugung aus Wasserkraft ist für die kommunale Energieversorgung nicht geeignet: sie obliegt zu 100% dem österreichischen Energiekonzern VERBUND, so dass der „Salzachstrom“ komplett aus Österreich eingekauft werden müsste. Dadurch entstünden neue Abhängigkeiten, v. a. beim Strompreis.
  • Die Stromausbeute wäre zum Einen viel zu gering, um alle Haushalte in den Salzach-Anliegergemeinden zu versorgen. Zum Anderen würde der Strom aufgrund der Wassermengen nahezu ausschließlich im Frühsommer produziert werden, wenn ohnehin genügend Strom aus Photovoltaik-Anlagen vorhanden ist.
  • Durch die Stauwirkung der Kraftwerksbauten würde es zu einer Verschärfung der Hochwassergefahr im Tittmoninger Becken kommen. Die Wasserqualität würde sich verschlechtern.
  • Wir wollen die letzten 60 km ungestauten Alpenfluss in Bayern als Naturerbe für unsere Nachkommen erhalten. Der Bau von Wasserkraftwerken würde eine unverhältnismäßig schwere Schädigung eines sehr hochwertigen Europa-Schutzgebietes bedeuten, die angesichts der marginalen Stromproduktion nicht gerechtfertigt ist.

Hier unsere Energiespar-Tipps für Sie persönlich

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