Von ökologisch denkenden Tittmoninger Bürgern

Wir sind keine Nein-Sager-Partei!

Letzte Wahlveranstaltung der Ökoliste für 2014 in der Dorfwirtschaft in Asten

 

asten1Großes Interesse herrschte bei der Kandidatenvorstellung der Ökoliste in der Dorfwirtschaft in Asten mit dem Schwerpunkt der Stadtratsarbeit der letzten Legislaturperiode.
Eingangs bestätige 3. Bürgermeister Peter Wembacher, es habe der Stadtratspolitik der letzten 6 Jahre gut getan, dass es keine absolute Mehrheiten mehr gebe und somit ergebnisoffen in die Diskussion gegangen werde. „Althergebrachte Fraktionsgrenzen wurden zum Vorteil von uns allen aufgebrochen.“ Und so soll es auch zukünftig sein, appellierte Wembacher an die Zuhörer. Auch dem Bild der Nein-Sager-Gruppierung müsse er widersprechen. Die Ökoliste sei für eine nachhaltige Energiepolitik, die konsequente Umsetzung der Inhalte der Ökomodellregion, der Entwicklung Tittmonings zu einer Fair-Trade Stadt, dem Erhalt der Grund- und Mittelschule in Tittmoning, ebenso der Kindergärten in allen Gemeindegebieten, sowie der Einhaltung des Anbindegebotes und für eine solide Finanzpolitik.

Sondergebietsausweisung weckt erfahrungsgemäß weitere Begehrlichkeiten.

Stadtrat Hans Glück berichtete anschließend über seine knapp 3 Jahre als Stadtrat. Die schwierigste Entscheidung sei die Abstimmung zu dem Sonderbaugebiet für die Firma Brückner in Abtenham gewesen. Die Bedeutung der Firma Brückner für Tittmoning sei unwidersprochen und nachdem zuerst von einem Bedarf von ca. 4 ha die Rede war, wäre für die Ökoliste das bestehende Gewerbegebiet in Mayerhofen die logische Folge gewesen. Der Hauptgrund, warum die Ökoliste gegen das „Sonderbaugebiet“ in Abtenham gestimmt hat sei, dass mit der Ausweisung erfahrungsgemäß weitere Begehrlichkeiten geweckt würden, die Zersiedelung und der Flächenverbrauch vorangetrieben würde. Aber auch die Vorgehensweise der Firma Brückner, nämlich die umliegenden Gemeinden gegeneinander auszuspielen, sei mit ein Grund für die Ablehnung gewesen, so Glück.
Hart ins Gericht ging Hans Glück mit der CSU und Ministerpräsident Seehofer beim Thema Energiewende. Mit der 2km Abstandsregelung bei der Windkraft wird die Energiewende in Bayern und auch in Tittmoning verhindert. „Wir haben einen Haufen Geld für ein Energiegutachten ausgegeben, in dem auch die Vorranggebiete mit ca. 10 Windrädern im Gemeindegebiet miteingerechnet wurden. Aufgrund der neuen Abstandregelung ist das Gutachten nichts mehr wert“ sagte Hans Glück.
Ebenso verhält es sich mit der gentechnikfreien Gemeinde, um die sich die Stadt auf Anregung der Ökoliste bemüht. Aufgrund der unseligen Beschlüsse der großen Koalition mit den Stimmen der CSU wird die Genmaissorte 1507 in Europa zugelassen. Damit werden all die Bemühungen vor Ort ad absurdum geführt.

Veranstaltung in Asten
Beim Thema Ökostrom, so Glück, habe eine Mehrheit im Stadtrat den Antrag der Ökoliste, ausschließlich Ökostrom zu beziehen, abgelehnt. Er halte dies für eine nicht nachvollziehbare Vorgehensweise, da die Stadt ja selber über die Einspeisung von PV-Strom auf dem Bauhof und von Wasserkraft vom Einspeisegesetz profitiere. Dann müsse man schon konsequent sein und nicht den etwas billigeren Atomstrom einkaufen.
Auf einem guten Weg sei man mit der Fair-Trade Stadt Initiative, die von der Ökoliste ausgegangen sei. Hier könnte bereits im Sommer die Verleihung des Titels Fair-Trade Stadt im Rahmen des Stadtfestes sein.
Ein weiteres Projekt das mit den Stimmen der Ökoliste auf den Weg gebracht wurde, ist die Ökomodellregion Waginger See. Hier gelte es, so Hans Glück, die nächsten Jahre die Produktion ökologischer Lebensmittel und das Bewusstsein für Ökologie, Regionalität und Nachhaltigkeit voranzubringen. Die Ökoliste werde dies konsequent unterstützen.

Maßvolle Siedlungserweiterung zeichnet sich ab“

Als letzter Stadtrat berichtete Robert Lex unter anderem aus dem Bauausschuss. Das Erfolgsprojekt Astener Dorfwirtschaft sei natürlich auch von der Ökoliste mitgetragen worden, hier sei etwas ganz Besonderes entstanden, so Lex. Jetzt gelte es die Ergebnisse der Astener Dorfwerkstatt der Reihe nach umzusetzen. Die von der Ökoliste seit langem geforderte maßvolle Siedlungserweiterung zeichne sich ab, führte Lex weiter aus.

Verstärkt Frauen in den Stadtrat wählen

Bürgermeisterkandidatin Sabine Papadopoulus ging in ihrer Vorstellungsrede noch auf lokale Gegebenheiten ein. So sei ihr ein schnelles Internet im Außenbereich ebenso ein Anliegen, wie der Erhalt des Dorfkindergartens. Auch dass die Astener in absehbarer Zeit ein Feuerwehrhaus brauchen, sei ihr bekannt. Außerdem stehe sie für eine offene Diskussion, Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Beschlüsse. Es gehe ihr nicht um das Regieren von oben herab, sondern um ein gemeinsames Gestalten der Heimat, so die Bürgermeisterkandidatin. Zum Schluss forderte Sabine Papadopoulus die Zuhörer auf, verstärkt Frauen in den Stadtrat zu wählen. Die Ökoliste biete hierfür eine große Anzahl geeigneter Kandidatinnen.

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